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Schmuckloser Saisonabschluss
Im letzten Spiel der Landesliga ging es zwischen dem SV MotorHennigsdorf und der Reserve des SSV Falkensee um nichts mehr.
Hennigsdorf steht schon seit 3 Spieltagen als sicherer Aufsteiger fest,
Falkensee ist mit drei Punkten letzter und damit vor diesem Spiel
bereits als letzter feststehend. Wer jedoch an diesem Sonntag
langweiligen Handball mit Freundschaftsspielniveau erwartete wurde eines
besseren belehrt. In einem hart geführten und lange umkämpften Spiel
schlägt der Gastgeber den SSV am Ende mit 30:21.
"Ein faires Spiel" wünschte sich das Schiedsrichtergespann aus Grünheide
zu Anfang und allgemeines Gelächter ließ ob der Nichtigkeit des
Zusammentreffens auf eine lockere Atmosphäre und ein ruhiges Saisonende
schließen. Doch weit gefehlt: Mit dem Anpfiff schalteten die Spieler auf
Handball und nach zwei schnellen Angriffen auf beiden Seiten stand es
bereits 1:1. Der Gast kam besser ins Spiel und ging erneut in Führung,
störte früh und spielte seine Angriffe gut aus. Hennigsdorf tat sich
schwerer, blieb in Lauerstellung und ließ den SSV nicht weiter als vier
Tore ziehen (8:12). Der Gastgeber hatte in der Abwehr vor allem mit den
beiden Außenspielern Probleme, die immer wieder durchbrechen konnten.
Zusätzlich wurden auf beiden Seiten zunehmend Nicklichkeiten
ausgetauscht. Die Schiedsrichter fuhren eine weiche Schiene und ließen
beide Mannschaften gewähren. Mit einem 12:15-Rückstand aus Motorsicht
ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte begann mit einem Fauxpas der Gäste. Wurde man 30
Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit durch eine Zweiminutenstrafe
dezimiert, begann man nach dem Wiederanpfiff mit voller Besetzung, was
von den Schiedsrichtern umgehend geahndet wurde. Die Unterzahl der Gäste
konnte Motor nutzen um den Rückstand einzuschmelzen. Mit kontinuierlich
hartem Umgang wurde weiter um jeden Ball gekämpft. SV Motor kam mit der
Zeit allerdings besser ins Spiel, stellte sich mehr auf den Gegner ein
und konnte beim 18:18 erstmals ausgleichen. Falkensee stemmte sich mit
allen Mitteln gegen die drohende Niederlage und konnte noch einmal mit
19:20 in Führung gehen. Letztendlich mussten die Gäste dem intensiven
Spiel konditionell Tribut zollen. Wurde Paul Sotzko in den ersten 40
Minuten immer wieder mit starken Würfen überwunden, ließ er nach dem
21:21 nichts mehr zu und hielt zudem drei der vier Siebenmeter. Die
letzten zehn Minuten gehörten dem SV Motor. Konter und starke zweite
Wellen fanden erfolgreiche Abschlüsse. Germo Röher konnte sich in seinem
letzten Punktspiel in die Torjägerliste eintragen. Der SSV gab sich auf
und auch eine Auszeit konnte die Niederlage nicht mehr abwenden. Den
Schlusspunkt der Saison zum 30:21 setzte Sven Hübchen mit einem
Kullerball ins lange Eck.
Hennigsdorf: Sotzko (Tor), G. Röher (1), Reinholz (4), Gerigk (6),
Miemietz (1), Florett (6), Hübchen (1), Gisder (5), Göldner (2), Pabst,
Möritz, Gstrein (4)
Trainer: F. Pedack
Im Derby keine Chance gelassen
Im Spitzenspiel der Landesliga Nordwest gewinnt der SV Motor Hennigsdorfauch das zweite Spiel der Derbywochen.Gegen die dritte Mannschaft des
Oranienburger HC ließ man in eigener Halle nichts anbrennen und schlug
die Gäste deutlich mit 38:22.
Die Siegestour des bereits feststehenden Aufsteigers geht weiter. Vor
heimischer Kulisse wurde der zukünftige Klassenunterschied schnell klar.
Zunächst jedoch ließ man den Gast gewähren (1:3) und suchte sein Spiel.
Eine überraschende Gäste-Auszeit nach bereits viereinhalb Minuten ließ
das Spiel jedoch kippen und Oranienburg gelang in der Folgezeit nur noch
wenig. Der SV Motor stand hinten sicher und die gefürchteten Konterläufe
von Robin Florett und Marco Gerigk glichen das Spiel nicht nur wieder
aus, sondern ließen den Gastgeber auf 12:3 enteilen, ehe Oranienburg
wieder das Tor traf. Bereits in dieser frühen Phase war erkennbar, dass
Oranienburg das spannende Hinspiel nicht wiederholen können würde.
Hennigsdorf kam zu weiteren Chancen, kombinierte fast nach Belieben und
stand hinten gewohnt gut. Das Halbzeitergebnis von 18:7 war noch
schmeichelhaft.
Viel änderte sich nicht in der zweiten Halbzeit. Die Gäste agierten ohne
Spielwitz kamen zu keinen nennenswerten Chancen und ließen die Gastgeber
gewähren. Dieser versuchte das Tempo hochzuhalten und baute seinen
Vorsprung über 21:8, 26:9 und 33:14 aus. Hennigsdorf agierte nun zwar
nicht mehr bedingungslos feldüberlegend, kontrollierte das Spiel jedoch
weiter und setzte sich im weiteren Spielverlauf ab, während das Anrennen
Oranienburgs mangels Ideen nahezu verpuffte. Mitte der Halbzeit war
deutlich zu merken, dass sich der Gast aus der Kreishauptstadt
aufgegeben hatte. Konter und leichte Tore waren die Folge. Hennigsdorf
erreichte den 20-Tore-Vorsprung und schaltete einen Gang runter. Fast
zwangsläufig verringerte Oranienburg noch den Vorsprung, konnte aber nur
noch auf 38:22 herankommen.
Neben dem erfolgreichen Spiel der ersten Männermannschaft gab es weitere
gute Ergebnisse zu vermelden. Sowohl die weibliche C-Jugend, als auch
die weibliche D-Jugend wurden als Meister ihrer Liga für ihre Leistungen
geehrt. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat auch Sponsor BKP, dem der
Verein auf diesem Wege für seine langjährige Treue danken möchte. Ein
weiterer Dank geht an die Sportkameraden des Budokan Quanshu aus
Hennigsdorf, die die Halbzeitpause mit kurzweilige Ju Jitsu bereicherten.
Hennigsdorf: Sotzko (Tor), G. Röher, Reinholz (2), Gerigk (4), Miemietz
(1), Florett (9), Hübchen, Gisder (6), Göldner (5), Pabst (1), Möritz
(2), Ulbrich (6), Gstrein (2)
Trainer: F. Pedack
Oranienburg: Fuchs (Tor), Kühn (Tor), Ahlswede (5), Pietschmann, Potzner
(6), Kühne (1), Breu (1), Frömming (1), Schüring (1), Kopplin (2), Rose
(2), Christen, Köhn (2)
Eher erleichtert als glücklich
Als frisch gebackener Meister hat der SV Motor Hennigsdorf seinAuswärtsspiel in Liebenwalde mit 18:21 gewonnen. Unter widrigen
Bedingungen tat sich der Tabellenführer das gesamte Spiel über schwer.
Nachdem der SV Motor am letzten Wochenende durch die Niederlage
Oranienburgs gegen Werder quasi "auf der Couch" zum Meister der
Landesliga NW in Brandenburg gekürt wurde, reiste man am Samstag mit
geschwellter Brust zum Auswärtsspiel gegen die TSG aus Liebenwalde an.
Die Maßgabe war klar: Alle weiteren Spiele sollten trotzdem gewonnen
werden. Dass dies gegen Liebenwalde derart schwierig werden würde, hatte
wohl niemand erwartet.
Der Gastgeber ging zunächst mit 2:0 in Front. Hennigsdorf hatte alle
Mühe das glatte Spielgerät unter Kontrolle zu bringen. Das
Haftmittelverbot in der Weinberghalle machte jeden Pass zum
Drahtseilakt. Dazu kam, dass der Hallenboden den Gummisohlen der Schuhe
kaum halt gab. Motor kämpfte zunächst mehr mit den Rahmenbedingungen als
mit dem Gegner. Es dauerte dann auch zehn Minuten bis die Gäste das
erste Mal in Führung gingen (3:4). Die Hennigsdorfer Mannschaft hatte
kaum Gelegenheit ihr schnelles Spiel über Konter und zweite Wellen
aufzuziehen und auch die Spielzüge wirkten langsam und behäbig. Dass die
Gäste trotzdem mit einer 8:11-Führung in die Pause gingen, lag eher an
guten Einzelleistungen von Roy Ulbrich, Marco Gerigk oder Michael
Heinrich. Hinten stand man allerdings, bis auf Ausnahmen, sicher. Paul
Sotzko zeichnete sich zwischen den Pfosten erneut aus. Hinzu kam, dass
die TSG sehr körperbetont spielte und sich durch unsauberes Spiel selbst
dezimierte: Patrick Stemka wurde nach 19 Minuten vom
Schiedsrichterinnengespann aus Fredersdorf mit glatt Rot zum Duschen
geschickt. Auch Martin Burkhardt war nach zwei Zeitstrafen schon in der
ersten Hälfte rotgefährdet.
Zu Anfang der zweiten Hälfte sah es dann zunächst so aus, als würden
sich die Gäste absetzen können. Die TSG musste nach einer
Zwei-Minuten-Strafe kurz vor Ende der ersten Halbzeit in Unterzahl
beginnen und Motor erhöhte den Vorsprung auf fünf Tore (9:14).
Liebenwalde gab sich jedoch nicht geschlagen und kam auf 12:14 heran,
ehe die Gäste den Vorsprung wiederherstellten (12:17). Im weiteren
Verlauf glichen sich die Teams weitgehend aus. Zeitstrafen und eine Rote
Karte für Robin Florett sorgten zwischenzeitlich für doppelte Unterzahl
auf dem Feld, Liebenwalde konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Beim
Stand von 15:21 kurz vor Schluss ließen die Hennigsdorfer den Gastgeber
dann gewähren, der noch auf 18:21 heranrückte. Der Appell von Trainer
Fabian Pedack, es nicht spannend zu machen, wurde als Minimalziel
erreicht. Trotzdem war die Mannschaft nach dem Spiel eher erleichtert
als glücklich über den Sieg.
Hennigsdorf: Sotzko (Tor), S. Röher, Reinholz, , Gerigk (4), Heinrich
(4), Florett (2), Gisder (1), Göldner (1), Pabst (1), Möritz, Ulbrich
(6), Gstrein (2)
Trainer: F. Pedack


